Soziales Mentoring für Integration
SOMENTI unterstützt psychisch belastete Zuwanderer, um mit Profis der Ambulanten Sozialpsychiatrie und sozialen Betreuung in Kontakt zu kommen. Mittels muttersprachlicher Begleitung sollen sie in professioneller Anleitung ihre Resilienz stärken, um sich in der fremden Gesellschaft und Kultur gut integrieren zu können.
Wir sind ein Projekt der Flüchtlingshilfe Binnenhafen zur ehrenamtlichen Unterstützung von Zuwanderern bei der Navigation durch das soziale Hilfesystem. Insbesondere unterstützen wir Menschen mit psychischen Belastungen, schwangere Frauen, Mütter und/oder Familien mit Kindern und Jugendlichen, die für sie passende professionelle Hilfe bei sozialen und psychosozialen Problemen zu finden, bei Trägern, mit denen wir vernetzt sind. Unsere Sprachmittler verfügen über Muttersprachen aus den häufigsten Herkunftsländern sowie über ausreichende Deutschkenntnisse.
Unser zweigleisiger Ansatz von Versorgungsvermittlung und muttersprachlichen Sprachmittlung hat zum Ziel, dass auch Menschen, denen es nicht so gut geht, die psychisch belastet sind oder die unter erschwerten Bedingungen (Duldungsstatus, Unklarheit über den Verbleib, …) hier leben, sich dennoch in der Fremde Deutschlands in die Gesellschaft, Arbeit und nachbarschaftliche Gemeinschaft integrieren können. Sie sollen dies durch passgenaue und individuelle medizinisch-psychosoziale Versorgung bewältigen können, wobei die Notwendigkeiten der fließenden Grenzen zwischen sozialer Beratung und psychosozialer Versorgung berücksichtigt werden.
Senioren-Lausch-Projekt
Ziel Die Freizeitgestaltung von Bewohnern der Einrichtung wird durch koordinierte und unterstützte Hörliteratur- und Musikangebote verbessert. Dadurch bleiben die SeniorInnen so lange wie möglich am literarischen und musikalischen Puls, auch wenn ihre Seh- oder Geisteskraft bereits nachlässt. Die Musik-CDs tragen zum Wohlbefinden von demenzerkrankten SeniorInnen bei und unterstützen ihre emotionale Kompetenz, die auch bei einer Demenzerkrankung erhalten bleibt. Im Allgemeinen tragen diese Angebote zum Erhalt kultureller Selbstständigkeit und Reflexion durch Austausch mit den Helfern über Inhalte aus Weltliteratur und Erleben von Melodien der Weltmusik bei. Die SeniorInnen reflektieren über kulturelle Werte wie Gleichheit und Offenheit, über Fremdheit und Anders-Sein. Sie nutzen die Möglichkeit, sich eine Meinung zu einer Welt im Wandel zu bilden, die eigene Position darin zu überdenken und so alte Vorurteile aufzulösen. Im unterstützten Erleben von Musik, Hörliteratur und Gruppenaustausch vermeiden sie die häufig präsente Altersisolation, trainieren ihre kognitiven und emotionalen Fähigkeiten und ihre psychosoziale Resilienz. Sie erweitern ihre kulturelle Identität und vermitteln ihre Erkenntnisse an Angehörige, vor allem der nachfolgenden Generationen. Die Aktivität wird in das übliche Freizeitangebot der Einrichtung integriert.
